BMWK ruft zum Energiesparen auf

HNVG zum Ausrufen der Alarmstufe des Notfallplans Gas

Die seit dem 14. Juni 2022 bestehende Kürzung der Gaslieferungen aus Russland und das weiterhin
hohe Preiseniveau am Gasmarkt haben zu einer Gasmangelsituation im Gasnetz geführt, worauf das
Bundeswirtschaftsministerium heute die Alarmstufe im Notfallplan Gas aktiviert hat.
Die Heilbronner Versorgungs GmbH (HNVG) bittet Industrie, Gewerbe und Haushaltskunden, einen Beitrag zur Stabilisierung der
Gasversorgung in der Region Heilbronn zu leisten. Wer jetzt Gas spart, hilft mit, Vorsorge für den Fall von
Lieferengpässen zu treffen.

Die Alarmstufe im Notfallplan Gas bedeutet, dass eine erhebliche Verschlechterung der Gasversorgungslage
vorliegt, der Markt aber noch in der Lage ist, dies zu bewältigen, ohne dass Maßnahmen seitens der
Bundesnetzagentur ergriffen werden müssen. Die Gasversorgungsunternehmen entscheiden in eigener
Verantwortung unter Berücksichtigung der jeweiligen Gefährdungssituation und der Versorgungslage, welche
Maßnahme oder welches Maßnahmenbündel erforderlich und geeignet ist, um das Funktionieren des Marktes
und die Versorgung der geschützten Kunden so lange wie möglich zu gewährleisten. Dabei soll den Maßnahmen
der Vorzug gegeben werden, die bei vergleichbarer Wirksamkeit die Umwelt und die Wirtschaft am wenigsten
belasten.

Die Bundesregierung hat zusammen mit der Bundesnetzagentur in Übereinstimmung mit den weiteren
nachgelagerten Netzbetreibern frühzeitig Szenarien in Vorbereitung auf die aktuell auftretende Situation
entwickelt. Die abgestimmten Maßnahmen könnten nun zur Anwendung kommen.

HNVG-Geschäftsführer Frank Schupp erklärt hierzu: „Die HNVG ist hierauf vorbereitet: Mit dem Ausrufen der
Frühwarnstufe ist unser internes Krisenteam zusammengetreten, das die aktuelle Lage beobachtet und
bewertet, um schnell reagieren zu können. Außerdem haben wir uns bereits in den letzten Monaten hinsichtlich
der Krisenvorsorge organisiert und regelmäßig an Übungen zum Thema Gaskrise teilgenommen.
Der Netzbereich hat die Kunden kategorisiert nach geschützten und nicht-geschützten Kunden. Bei Kunden mit
Alternativen zur Gasversorgung kann als erstes die Leistung reduziert werden, außerdem gibt es Ausnahmen, z.
B. bei einer teilweisen Nutzung für schützenswerte Zwecke (also die Wärmeerzeugung für Endkunden, z. B. eine
Hausmeisterwohnung, etc.).

Die HNVG werden in Kürze über die nun folgenden Maßnahmen informieren.
Auch wenn Haushalts- und Gewerbekunden sowie bspw. Krankenhäuser aus heutige Sicht besonders geschützt
sind und weiterhin mit Gas beliefert werden, so bitten wir auch Gewerbe- und Haushaltskunden darum, ihren
Verbrauch schon jetzt so weit wie möglich zu reduzieren, um eine Ausweitung der Gasmangelsituation zu
verhindern. Wir werden hierzu auch Handlungsmöglichkeiten und Informationen auf unserer Webseite
einstellen.“

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